Volker&Esmeralda Mulle&Hidalgo
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Ain Sokhna-Kairo: Es ist vollbracht

Die letzte Etappe! Die letzten Meter! Und natürlich die schwersten. Die ersten 150km gingen fantastisch, Esmeralda lief zwar nur 80, aber die Straße war okay, an der ersten Mautstation mussten wir noch nicht mal bezahlen. An der zweiten wollten sie dann pro Kopp €0,50, dafür wurde die Straße dann auch edel. Richtig begrünt, Vasen als Dekoration auf dem Mittelstreifen, Wartehäuschen bei den Notfallbuchten. Und dann Kairo! Alles, was man schlechtes über den Kairoer Verkehr sagt, stimmt nicht wirklich! Anarchisch, mörderisch, chaotisch, alles nicht wahr, alles maßlose Untertreibungen! Purer Terror auf Rädern trifft es eher oder urbaner Massenmord, auch organisierter automobiler Suizid ist passender. Um einen Vergleich für Deutsche anzustellen: Das ist ungefähr so, als wenn man einen Haufen Zwölfjährige auf Speed in Autos setzt, denen Gas geben und Hupen zeigt und den Zündschlüssel überlässt. Was sie alle sehr genau kennen, sind die Abmessungen ihrer Autos, das braucht man aber auch, wenn man aus einer vierspurigen Autobahn eine sechsspurige macht. Aber bei den Zwölfjährigen auf Speed stellen sich auch so manche Grundsatzfragen neu. Zum Beispiel, warum man im Dunkeln das Licht anschalten sollte, wenn man eine Einbahnstŕaße falschrum befährt. Ist doch vollkommen überflüssig, oder?

Und wir haben im Moment Ferienzeit, da ist angeblich weniger los. Zu allem Überfluß zeigt unser GPS auch noch teilweise falsch an, weil neue Straßen gebaut wurden oder alte komplette Baustellen sind. Wer dem Tod ins Auge sehen will, soll mal Motorrad in Kairo fahren. Und falls Ihr mal wen habt, den Ihr nicht mögt, dem Ihr aber ein Geschenk machen müsst: Eine Woche Kairourlaub mit Mietwagen ist die ideale Geschenkidee, der redet danach nie wieder ein Wort mit Euch. Falls er es überhaupt überlebt.

Wir sind erst einmal bei den Pyramiden vorbei, um das obligatorische Zielfoto zu machen. Da wollten sie uns aber nicht nah genug heran lassen, daher dann zwei Straßen weiter einfach ne Lücke in der Mauer gesucht und den Knipser gedrückt. Dann direkt weiter zu unserer Unterkunft, die hatten uns die holländischen Weltumfahrer Peter und Leonie empfohlen. Eigentlich wollten wir campen, da aber am nächsten Tag schon die Verladung der Motorräder (also auch der Zelte) ist, haben wir uns ein Zimmer bei Helal & Sue genommen. Das ist ein nettes ägyptisch-australisches Pärchen, das gerne Gäste hat und daher den Garten des Hauses zum Campen (EGP 37) vermietet oder Leute in Zimmern im Garten einquartiert (EGP 100 p.P). Hier sind wir in Sichtweite der Pyramiden, das nächtliche Lichtspektakel konnten wir aber noch nicht genießen. Helal hat uns dann auch gleich noch seinen Fahrer gerufen, mit dem sind wir erst einmal zu unserer Verschiffungsagentin Lama. Anscheinend hat Fr. Pereira von der Spedition absolute Scheiße gebaut. Erst ein Angebot eingeholt, dann ganz andere Sachen geschrieben (wir hätten Motorräder in Ägypten gekauft und wollten die per Luftfracht exportieren, obwohl sie schon unsere Motorräder nach Südafrika verschifft hat und wir explizit ein Seefracht Angebot angefordert hatten) und schließlich der Agentin abgesagt, obwohl wir den Auftrag erteilt haben. Dementsprechend erstaunt war Lama, als wir uns bei ihr meldeten und ging auch von ganz anderen Voraussetzungen aus. Aber sie scheint sehr kompetent zu sein, der Plan sieht folgendermaßen aus: Donnerstag werden die Moffas in die Kiste gepackt, Sonntag nach Alexandria gefahren, dort kümmert sich ihr Broker darum und Montag werden sie verschifft. Hoffen wir mal, dass das alles so klappt.

Danach noch Zurrgurte und Ösen zum Verzurren der Motorräder in der Kiste gesucht, Zurrgurte haben wir gefunden, die Ösen lang und vergeblich gesucht. Dafür erst einmal ne Palette Dosenbier gekauft (Wie gesagt: Dosenbier macht schlau) und dann zurück in unser Zimmer. Um die Dimensionen und das langsame Fortkommen mit dem Auto zu verdeutlichen: Um in drei Läden nach den Ösen zu gucken, waren wir ungefähr 2h unterwegs. Und einige Kilometer in Schrittgeschwindigkeit (oder eher langsamer).

Am Donnerstag haben wir die Motorräder verpackt in die Kiste, sie gehen nun ganz alleine wieder auf eine lange Reise. Wir warten drauf, dass die Papiere fertig sind und machen uns dann auch auf die Reise heim.

Halbfertige Bettenburgen in Sokhna:

Motorräder und Pyramide:

Wir vor den Pyramiden:

Volker on the road again:


6.2.14 21:11
 


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