Volker&Esmeralda Mulle&Hidalgo
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Wadi Halfa-Assuan

Wadi Halfa heißt warten, warten, warten. Warten auf das Ankommen der Fähre, warten auf das Verladen der Motorräder, warten auf das Erledigen der Zollformalitäten, warten auf das Boarden, warten auf das Abfahren der Fähre.

Unser „Fixer“, der für uns Fährenticket und Zollformalitäten übernimmt, hat uns in ein recht gutes Hotel gelotst. Aber in Wadi Halfa ist nichts los. Mit zwei anderen Deutschen, die per öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. Trampen unterwegs sind, vertreiben wir uns ein wenig die Zeit. Dabei hat Volker auch entdeckt, dass sein Hinterreifen akut aufgibt (Reifenproblem, die hundertzehnte) und keine 800km mehr durchhält. Zum Glück liegt noch einer in Reinhardshagen, sein Vater hat den gleich per DHL losgeschickt. Nen neuen Vorderreifen hätte man eventuell noch bekommen, aber Hinterreifen sieht richtig schlecht aus.

Mit der Fähre aus Ägypten kam ein holländisches Pärchen an, Leonie und Peter. Die beiden sind auf 250er Hondas unterwegs, um die Welt zu umrunden, haben ihre Reise gerade begonnen, sind über Tunesien nach Libyen und berichten das, was uns alle aus Libyen berichten: Begeisterndes Land, tolle und supergastfreundliche Leute. Das wär ja auch noch was für uns ;-)

Aber Rücktransport ist gebucht, also noch ganz viele Tipps mit den Holländern tauschen und am nächsten Tag die Motorräder verladen. Erst einmal müssen die beiden ihre Motorräder von der Barke herunterbekommen, dann kommen unsere drauf. Nicht ganz einfach mit den schweren Dingern, insbesondere Hidalgo. Zum Glück schiebt Peter ihn auf die Barke, da Mulles Fuß noch schmerzt. (Fehltritt = Schmerz = Zebra im Wasser) Peter ist selber begeisterter Africa Twin Fahrer, Leonie sagt dazu „Ich bin nur seine zweite Liebe.“ Eigentlich wollten die ihre Tour auf der Africa Twin und ihrer Transalp machen, haben dann aber bei einem Testlauf in Marokko gemerkt, dass die Teile einfach zu schwer sind. Daher sind sie nun auf 250ern unterwegs.

Die Barke fährt unabhängig von der Fähre, wir werden Hidalgo und Esmeralda also erst in ein paar Tagen wiedersehen. Die Fähre selber ist überfüllt, jeder Platz an Deck ist besetzt. Da wir, dank des Fixers, als erste an Bord kamen, haben wir uns gleich den Platz unterm Rettungsboot gesichert. Dort ist Schatten, der ist durch Gitter abgetrennt, die beiden andern Deutschen (Daniel und Vincent) sowie ein juner Sudanese (Nazir), den wir adoptiert haben (oder der uns adoptiert hat), haben sich da auch eingefunden.

Wer die Bilder von überfüllten Flüchtlingsbooten kennt, so ähnlich sieht es hier gerade aus. Der einzige freie Bereich ist die Ecke zum Beeten. Als gute Muslime beten sie Richtung Mekka, aber gerade beim wichtigsten Gebet, dem Abendgebet, legt die Fähre ab, dreht sich. Eine Zwickmühle, denn die Leute beten nun in die falsche Richtung. Aber sie bleiben bei der einmal eingeschlagenen Richtung, Allah wird es Ihnen hoffentlich verzeihen.

Die Nacht war dann recht unruhig, auf Deck schlafen ist halt kalt und unangenehm. Aber schließlich sind wir doch noch angekommen in Assuan. Dort hat uns auch gleich der hiesige Fixer erwartet und uns an allen Warteschlagen vorbeigelotst. Der ganze Prozess hat ca. 30min gedauert, allein das in der Schlange stehen wären sonst 2h gewesen. Ganz angenehm. Und um uns zu überzeugen, dass er sein Geld wert ist, hat er auch noch das Taxi zum Hotel bezahlt, in dem wir Daniel noch mitnehmen konnten. Vincent und Nasir sind schon per Bus weiter nach Kairo, wir sind mal in einem richtig guten Hotel, dessen Sanitärabteilung sogar Volker zufriedenstellen würde, wenn Mulle nicht zu blöd wäre, einen Boiler einzuschalten. Das ist recht wichtig, da es auf der Fähre nur 4 Toiletten für ca. 600 Passagiere gab und wir vorsichtshalber vorher nichts gegessen und wenig getrunken haben. Das haben wir aber anschließend gleich getan, nach dem Einchecken ins Hotel ging es direkt zu Meckes und dort wurde das fetteste verfügbare Menü bestellt: 4 Burger, 2 Pommes, Potatoe Wedges und zum Abschluss noch zwei Sundaes. Tut das gut, mal wieder was westliches zu essen! Ful ist zwar auch ganz lecker, aber auf die Dauer ist das auch nix für uns, insbesondere nicht für Volkman. Nix für Volker war auch das Duschen in dem neuen Hotel, denn Mulle hatte den Boiler auf grün gestellt, das war aber aus („Techniklegastheniker&ldquo. Und da Mulle als erster geduscht hat, hat sich Volker vergebens auf die heiße Dusche, die der „eingeschaltete“ Boiler versprach, gefreut.

Die Motorräder sollen dann am Freitag hier ankommen, das ist ja in muslimischen Ländern dummerweiser Feiertag. Also können wir sie voraussichtlich erst Samstag abholen. Wir sind gespannt. Denn die Motorräder wurden nicht richtig verladen, sondern einfach nur auf der Barke festgezurrt...

Die Verladung von Hidalgo, nix mit Kran oder Gabelstapler, alles Handarbeit:

Fähre oder Flüchtlingsboot?


29.1.14 22:40
 


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